Welcher Skiurlaubstyp bist du?

Der Winterurlaub: Für manche ein Alptraum, andere harren das ganze Jahr über auf den ersten Schneefall. Genauso facettenreich, wie die Skigebiete Österreichs sind auch die Skiurlaubstypen. Welche davon am meisten auftreten, siehst du hier:

14:06 Uhr, 13. Dezember 2018

Das Familientier

Während andere noch in Erinnerungen an ihren kürzlich vergangenen Sommerurlaub schwelgen, hat das Familientier den Skiurlaub für sich, seinen Nachwuchs und Partner oder Partnerin schon gebucht. Das Hotel ist selbstverständlich kinderfreundlich und im Skigebiet befindet sich eine ausgezeichnete Skischule für die Kleinen. Die Skier wachst und schleift das Familientier selbst – auf die Bretter wird geachtet, als wären sie der Heilige Gral. Auch die Kinder werden dazu angehalten. Auf der Piste ist das Familientier mit seinem Kleinkind, das gerade zum ersten Mal auf den Skiern steht, unterwegs. Dieses wird zwischen den Beinen eingeklemmt und mit einem Skistock als Quasi-Sicherheitsbügel gesichert. Einen rasanten Ritt über die Piste gönnt sich der eigentlich passionierte Skifahrer nur, wenn der Rest der Familie schon längst im Hotel ist, müde vom anstrengend Tag.


Das Familientier ist um das sportliche Können seines Nachwuchses stets bemüht. Foto (c) Etlinger


Der Lobby-Verbleiber

Der scheue Lobby-Verbleiber ist besonders schwer zu finden, weiß er sich doch gut zu tarnen. Eigentlich ist er kein Fan des Skisports, kommt aber durch eine Reihe von unglücklichen Zufällen dennoch zu der Ehre, an einer Skiurlaubsrunde teilzunehmen. Kaum ist das Hotel jedoch erreicht, weiß der Lobby-Verbleiber sich stets gerissen aus der Affäre zu ziehen. Entweder er fühlt sich nicht wohl, oder er ist nach zwei Runden auf der Piste bereits müde. Jedenfalls findet er nach kurzer Zeit bereits den Weg zurück ins Hotel. Dort angekommen genießt er seine freien Stunden bei einem schönen Kakao oder im Spa-Bereich.


Zwei Lobby-Verbleiber, die es geschafft haben, sich von ihren Gruppen abzusondern. Foto (c) Mladen


Der Hüttenkönig

Dieser häufig anzutreffende Skiurlaubertypus reist bevorzugt in großen Reisebussen gemeinsam mit seinen Artgenossen an. Schon im Bus findet das eine oder andere alkoholische Getränk den Weg in die Kehlen der Reisenden. Die Stimmung ist ausgelassen, aus den Lautsprechern dröhnt Helene Fischer und Andreas Gabalier. Im Hotel angekommen wird gemütlich ausgepackt – einzelne Herden bilden sich. Nach einer kleinen Stärkung im Hotel wird nach einer kurzen Abfahrt auch schon zielstrebig die erste Aprés Ski Hütte aufgesucht. In dieser verbleibt der Hüttenkönig danach auch für einige Stunden – er hat sein natürliches Habitat gefunden. Wieder nach draußen in die Kälte geht es nur um die Hütte zu wechseln, oder langsam ins Hotel zurück zu rutschen. Bei seiner Bleibe bevorzugt dieser Typ solche mit langem Frühstücksbuffet und Aprés-Ski-Möglichkeiten.


Vier Hüttenkönige bei einer ihrer etwas länger andauernden Pausen. Foto (c) oneinchpunch


Der Hobby-Hermann-Maier

Zu guter Letzt kommen wir zum Hobby-Hermann-Maier. Dieser Skiurlauber ist vor allem in den frühen Morgenstunden im Hotel anzutreffen. Pünktlich ab Eröffnung des Frühstückbuffets sitzt er am Esstisch, wenn er zu dieser Zeit nicht sogar schon die ersten Runden im Neuschnee geschwungen hat. Kaum ist das ausgiebige Mahl verzehrt, geht es in Profiausrüstung, die jedem Schirennläufer Ehre machen würde, ab auf die Piste. Noch vor allen anderen erkundet er gemeinsam mit den Mitvertretern seiner Gattung die Abfahrten. Um möglichst schnell auf die Bretter zu kommen bevorzugt er Hotels, die einen direkten Einstieg in das Schigebiet erlauben. Wenn sich die Pisten langsam mit Normalsterblichen füllen ist der Hobby-Hermann-Maier auf diesen schon lange nicht mehr zu finden. Mutig wie Columbus erkundet er die Naturabfahrten und zeigt sein Können auf sämtlichen Schwarzen-Pisten. Keine Herausforderung ist ihm zu groß, Muskelkater kennt er nicht und nur das widrigste Wetter hält ihn davon ab seiner Leidenschaft zu frönen.


Der Hobby-Hermann-Maier ist auf den anspruchsvollsten Pisten zu finden. Foto (c) grafikplusfoto

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