Das Meer der Kindheit

Bibione sei kinderfreundlich, Lignano aktiv, Grado schön. So denken Steirer und Kärntner über „ihre“ Obere Adria.

Von Adolf Winkler 09:42 Uhr, 09. April 2017

Jeder Steirer und Kärntner fährt im Jahr 2,22 Mal auf Urlaub, ab einem Alter von über 65 Jahren 2,5 Mal. Von einem Budget von 2000 Euro investieren sie 883 Euro an der Oberen Adria, mit über 65 Jahren 1054 Euro. Gebannt blickt die Touristik- Phalanx von Hoteliers und Direktoren von Grado bis Jesolo auf die Charts wie auf Röntgenbilder, die tief in ihr Inneres leuchten: Woher kommen die Gäste, was denken sie? „Die Mehrheit der Österreicher war schon in Lignano, Grado und Bibione folgen an zweiter Stelle. Bibione wird besonders kinderfreundlich beschrieben, Lignano besonders aktiv. Mit umweltfreundlich wird derzeit noch keine Destination stark assoziiert, am stärksten einen Befund trägt Ralf Terlutter im Kongresssaal des Hotels Savoy in Bibione auch im Beisein aller Bürgermeister und von Friauls Vizepräsidenten Sergio Bolzonello die Ergebnisse vor. Der Vorstand des Instituts für Unternehmensführung an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt und seine Mitarbeiter ließen durch Studenten 1144 Steirer und Kärntner sowie rund 1000 Deutsche in München, Frankfurt und Köln befragen – zum Meer ihrer Kindheit, der Oberen Adria. Nach zwei verregneten Sommern 2014 und 2015 wollte das von Präsident Giovanni Mazzarotto und nun seiner Nachfolgerin Giuliana Basso geführte „Bibione Live Consorzio di Promozione Turistica“ Orientierung über Badeurlaub hinaus erforschen lassen. Die von Carter & Bennett beauftragte Uni Klagenfurt geht mit dem 41 Seiten starken „Bibione Tourism Survey“ in die Tiefe.

Italien ist das Lieblingsurlaubsland der Österreicher. 51,1 Prozent buchen online, 37,2 Prozent direkt beim Hotel, in Lignano, demmeistbesuchten Ort der Oberen Adria, waren schon 51,1 Prozent. Es wird still im Saal, als die Adria-Orte zu Assoziationen zugeordnet werden: Bei kinderfreundlich liegt Bibione vor Lignano, bei Einkaufserlebnis ist es umgekehrt. Grado führt bei schön und entspannend, aber auch bei altmodisch.

Lignano liegt bei modern voran, aber auch bei zu teuer. Umweltfreundlich wird zuerst Grado und Bibione zugeordnet – die Werte unter zehn Prozent aber, das sieht man deutlich, geben allen sehr zu denken.


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